Autor: Fritz Blackburn, P.O. Kerikeri, Bay of Islands,
New Zealand
Eine Zusammenfassung:
Es ist überaus schwierig, ein derartig inhaltsschweres Manuskript von über hundert Seiten auf wenige Seiten zu komprimieren. Beinahe jeder Satz muss aufmerksam gelesen und „verdaut“ werden und kann nicht ohne inhaltlichen Verlust so ohne weiteres weggelassen werden. Deshalb kann die vorliegende Zusammenfassung nur grob die wichtigsten Gedanken des Originals aufgreifen. Sie soll keinesfalls Ersatz für die Lektüre des Originals sein, sondern vielmehr Appetit darauf wecken. Es bleibt nur zu wünschen, dass dieses Manuskript bald einen Verleger findet, damit diese Gedanken möglichst vielen Menschen zugänglich werden. Kursiv gedruckte Texte sind Anmerkungen des Rezensenten.
Die Intension des vorliegenden Manuskripts ist es, die alten Fragen des Menschen über sich und das Universum auf eine Art und Weise anzugehen, dass weder einem mystischen Dogmatismus verfallen noch die rationale Naturwissenschaft zur Religion erhoben wird. Ob der im Vorwort formulierte Anspruch erfüllt wird, wirkliche (was ist das eigentlich?) Antworten zu geben, kann nicht allgemein beantwortet werden, sondern es muss dies jeder einzelne Leser für sich selbst feststellen. Zunächst wird die Bedeutung des Gemeinsamen, der Verbindung mit anderen herausgestellt. Dabei ist wichtig, dass jeder einzelne sich selbst verbindet, also seine Objektivität überwindet. Nur durch die bewusste Erfahrung seiner Verbundenheit mit den Dingen hört der Beobachter auf, Widerstand gegen die Realität (was immer das auch ist) zu leisten und der Dualität von Subjekt und Objekt zum Opfer zu fallen. Der Mensch ist über die vier Grundelemente und über die feinstofflicheEnergie mit der äußeren Welt verbunden.
Eine der beiden Hauptverbindungen zwischen dem Menschen und seiner Ganzheit ist die Sexualität, also die Verbindung zwischen den Körpern und Seelen von Mann und Frau. Wobei hier nicht die konsumierte Sexualität des Westens gemeint ist, sondern Sexualität als Vermischung der Energie zweier Menschen, als Weg zur Einheit, zur Liebe, zum Leben. Die andere Verbindung zur Ganzheit geschieht über die Nahrungsaufnahme. Elementar gedacht essen wir nur Erde. Da Erde aber direkt nicht gegessen werden kann, stellt die Verbindung dazu die Pflanze dar. Die Pflanze gibt uns den Schlüssel zu dem, was wir physisch sind – Erde.
Doch nicht nur das: Pflanzen verbinden uns auch mit dem Licht, also mit dem Element Feuer, dem Geist. In alter Zeit war es den Menschen bewusst, dass Mensch und Pflanze untrennbarer Teil voneinander sind. Die Kommunikation mit der Pflanze war auch noch viel ausgeprägter. Tatsächlich ergänzen sich chemische Aufmachung von Pflanze und Mensch auf erstaunliche Weise, wie an einigen Beispielen von sogenannten Zauberpflanzen gezeigt wird. Die Aufgabe dieser Zauberpflanzen (z.B. Peyote, Alraune, Bilsenkraut, Datura, Fliegenpilz) ist es, den Menschen mit Himmel und Erde zu verbinden. Dies ist aber auch die Aufgabe von Sexualität. Beide zeigen in die gleiche Richtung, wobei die Anwendung der Erkenntnis des kombinativen Effekts zwischen Zauberpflanze und Sexualität von Priestern früherer Kulturen (z.B. Mayas) durch Steinskulpturen belegt ist. Dennoch nehmen Sexualität und Pflanze einem den mühsamen Weg zur Ganzheit nicht ab, sondern konfrontieren den konsumorientierten Menschen mit einer ihm unangenehmen Wahrheit. Beide, Sexualität und Pflanze, sind ein Seilakt, bei dem allein die Konzentration auf Himmel und Erde den Absturz verhindert.
Der Versuch, das Universum als mechanische Maschine zu erklären, hat zu unvereinbaren Widersprüchen (Big-Bang-Theorie, Theorie der Quantenphysik, Relativitäts-Theorie, Kausalitätsprinzip, Gesetz der Energie-Erhaltung) sowohl zwischen den als auch innerhalb der jeweiligen Disziplinen geführt. Bei der Betrachtung des Universums scheinen das Leben und der Mensch in der Weite des Raums verloren und von der leblosen Masse aus dem Zentrum des Universums verdrängt. Das Leben wird demzufolge zunehmend als Ausnahme und nicht als universelles Prinzip gesehen. Doch wie groß aber der Makrokosmos auch sein mag: Jeder Makrokosmos besteht ja aus einem Mikrokosmos und kann daher nicht überwiegen, denn die Größe einer Sache beginnt mit ihrer Kleinheit. Das Universum ist aber begrenzt (aber durchaus unendlich) und reicht vom Menschen aus etwa gleich „weit“ in beide Richtungen klein und groß. Der Mensch steht also auch heute noch im Zentrum des Universums und er ist relativ zum Universum sowohl ungeheuer klein (Makrokosmos) als auch ungeheuer groß (Mikrokosmos).
Aufgrund der innigen Verknüpfung eines Teils mit dem Ganzen wird die alte Frage beantwortet, ob das Universum überhaupt verstehbar ist. Der Mensch kann die Gesetze der Natur innerhalb seines Horizontes zweifellos verstehen, der rationale Verstand hat ja auch das Universum auf analytischem Weg in seine Bestandteile zerlegt. Das Problem beginnt nun, wenn man vor lauter Trennung die Wiederzusammenführung vergisst. Die herkömmliche Wissenschaft benutzt nämlich nur die linke Gehirnhälfte um ein Universum zu erklären. Wenn aber das Ganze sich im Teil widerspiegelt, dann muss der Teil, also auch der Mensch, das Potential des Ganzen in sich tragen und dieses ganze Potential auch als Methode anwenden. Diese Methode ganzheitlicher Orientierung ist das Sowohl als auch und löst die paradoxen Gegensätze auf. Diese Methode der Auflösung von Gegensätzen ist unerlässliche Voraussetzung, wenn kosmische Verhältnisse beschrieben werden sollen, die über die Wahrnehmung der eigenen Ebene (Innen/Außen) hinausgehen.
Zum Verstehen von Innen und Außen muss man sich die hierarchische Struktur des Universums vor Augen führen: Atomsystem – Sonnensystem – Galaxie – Cluster – Universum. Das Problem ist, dass der Mensch sich innerhalb einer dieser Ebenen befindet und durch seine relative Größe auf den subjektiven Wahrnehmungshorizont seiner „Schachtel“ festgelegt ist. Doch die Position des Beobachters entscheidet darüber, ob er sich relativ zu kosmischen Objekten innen oder außen befindet. Damit ergibt sich eine hierarchische Relativität des Universums. Einzig die Unterscheidung zwischen lebenden und „toten“ Körpern könnte diese Annahme einschränken, denn zwischen der atomaren und der planetarischen Stufe existiert eine Stufe organischer Lebewesen, die nicht in den hierarchischen Aufbau passen will: Atomsystem – Lebende Formen – Sonnensystem – Galaxie – Cluster – Universum. Die Frage ist, wie kann Leben an so einem begrenzten Ort, innerhalb der Unendlichkeit entstehen? Wie kann ein System, welches ein Prinzip rekursiv wiederholt, an einer Stelle von diesem Prinzip völlig abweichen? Da das Ganze nie weniger ist als seine Teile, muss schon eine Galaxie, welche nur auf einem einzigen Planeten Leben kennt, insgesamt als belebt angesehen werden.
Es wimmelt also von Leben auf den verschiedensten Ebenen, vom Universum bis zum Atom: Das Universum lebt, das Universum ist Leben, ist Organismus. Mit induktiver Logik kann also auf die Beseeltheit aller Ebenen des Universums geschlossen werden. Indem also der Beobachter anhand dieser Gegebenheiten die Subjektivität seines eigenen Blickwinkels erkennt und damit die Relativität seiner eigenen hierarchischen Position, schafft er die Voraussetzung für eine objektivierbare Physik, welche die großen kosmogonischen Fragen in ihrer Ganzheit zu formulieren versteht.
Die oben erwähnte Relativität wird nun erweitert auf den Zeitbegriff. Alle Stufen hierarchischer, universeller Struktur bestehen aus Wirbeln (Vortices) kreisender Energie, die wiederum aus kleineren derartigen Wirbeln zusammengesetzt sind. Unsere Zeitbegriffe ergeben sich allein aus der Drehgeschwindigkeit der für uns relevanten Vortices und fügen sich dabei in das Zeitgefüge unseres galaktischen Vortex. Aus dem asiatischen Raum weiß man seit Jahrtausenden, dass der Energiekörper des Menschen aus sieben Zentren besteht, die sich im Vortexprinzip drehen. Die 7 „Chakras“ fassen dabei 7 kleinere solcher Wirbel zusammen, welche sich alle wie Vortices verhalten und die energetische Struktur des Menschen ausmachen.
Im Weiteren werden mehrere Theorien (Big-Bang, Steady-State, Vakuumgenesis, Quantengenesis) zur Herkunft des Universums kurz angerissen, jedoch kann keine das Problem des originalen ersten Schrittes aller Kausalität lösen, ebenso wenig die Frage von Begrenzt- oder Unbegrenztheit des Universums.
„Eine große Wahrheit ist eine Wahrheit, deren Gegenteil ebenfalls eine große Wahrheit ist.“ Ausgehend von dieser Aussage von Niels Bohr und einigen Beispielen über die Signifikanz dieses Satzes wird das Prinzip sich anziehender Gegensätze hergeleitet. Tatsächlich produziert die Natur nicht einen einzigen Partikel ohne auch sein Gegenteil zu kreieren. Die Teilchen-Physik kennt viele Beispiele dazu. Auch die Quantenphysik kennt diese Gegensätze (aus menschlicher Sicht) ebenso wie die String-Theorie. Das Universum ist also aus dieser Sicht symmetrisch, dual, aufgebaut. Doch diese Symmetrie ist nicht ganz perfekt: Denn zu Beginn des Universums muss es für jede Milliarde Antiquarks eine Milliarde und ein Quark gegeben haben. Die wenigen überzähligen Quarks, welche die gegenseitige Vernichtung von Quarks und Antiquarks überlebten, bilden heute die Atome der Materie im gesamten Universum. Genauso wie chemische Verbindungen aus unaufgefüllten Energieebenen von Atomen entstehen, verdanken wir unsere Existenz also dem Bruch einer perfekten Symmetrie. Die sog. gebrochenen Symmetrien der Physik sind also so etwas wie der Motor der perfekten Symmetrie und sind Voraussetzung für ständige Veränderung wie auch Geburt und Tod als Wellenbewegung zwischen den Gegenteilen.
Die Form und das Licht der Himmelskörper waren lange Zeit Anstoß für kosmologische und spirituelle Fragen der Menschheit. Im Gegensatz zum ersteren kann letzteres nicht quantifiziert werden und wurde deshalb der metaphysischen Welt zugeordnet. Verstärkt wurde diese Zuordnung durch die Annahme, Form habe keinen Fortbestand jenseits der sichtbaren Materie. Doch das Licht, mit dem sich die Physik sehr eingehend beschäftigt, ist das Vehikel der Form, denn das Licht der Sonne entsteht allein aus der atomaren Form oder Struktur. Wie also schon Plato ahnte, ist Form die Lösung des Rätsels und nicht nur Zufallsprodukt irrender Materie oder nur eine Eigenschaft derselben. Wie aus dem Lebenslauf der Sonne ersichtlich, ist die Form der Sterne, aus denen sich das ganze Universum zusammensetzt, eine Dualität aus Wachstum und Kontraktion zwischen zwei Polen und kann so als fluktuierende Dualität gesehen werden. Doch auch jede andere Form, auch vom Menschen hergestellte Produkte, folgen diesem Prinzip. Denn ein Produkt entsteht nicht aus dem Nichts, sondern muss als Idee vorausexistieren, um sich entwickeln zu können („...am Anfang war das Wort...“). Das menschlicheBewusstsein besteht somit aus quantenmechanischen Prozessen, die ebenso wie beispielsweise der Apfelkern chemisch verschlüsselte mikrokosmische Formen enthalten, die dann nach außen drängen, um sich zu entfalten. Der Keim drängt also vom Minimum auf sein Maximum, wie der Apfelkern zum Baum. Form setzt sich also als Welle fort, stirbt und gebiert sich neu. Manchmal jedoch überschaut der Beobachter jedoch nicht die ganze Umwandlung, weil seine Lebensspanne dazu nicht ausreicht. Auch aus dieser Sichtweise heraus sind Materie und Energie keine getrennten Realitäten, sondern gehen beständig ineinander über.
Diese Mechanik der Form muss zwangsläufig auf das ganze Universum angewendet und als Teil einer Polaritätsfluktuation der universellen Form gesehen werden, die sich seit Milliarden von Jahren auf ihr Maximum zu entwickelt. Wenn wir davon ausgehen, dass dieses beschriebene Gegensatzprinzip, organische/anorganische Fluktuation in unserer überschaubaren Welt gegeben ist, wäre es dann nicht zwingend, dieses Prinzip auf das ganze Universum zu übertragen und organisches Leben auf einer superkosmischen Ebene zu finden? Organisches Leben wäre demnach kein isolierter Zufall, sondern ein übergeordnetes Prinzip aller hierarchischen Ebenen. Es sieht zwar so aus, als käme alles Sein aus dem Nichts und die Entwicklung aus dem Nichts sei zufällig, aber in Wahrheit steht vor jedem Schritt einer expandierenden Form die komprimierte Idee ihres vorausgegangenen Maximums. So hat zwar jede Periode einen Anfang und ein Ende, aber die Form selbst ist gerade deshalb eine ewige Fluktuation scheinbar paradoxer Dualitäten.
Jede Veränderung ist zugleich Ursache und Folge einer gebrochenen Symmetrie. Alle Veränderung in der Natur geschieht durch das Brechen der Symmetrien durch die Bewegung eines Pols hin zu seinem Gegenpol, wobei sich jeder „Energieverlust“ als potentielle Energie auf der anderen Seite niederschlägt. Bisher konnten Gravitation und die starke Kernkraft nicht in einen Zusammenhang gebracht werden, weil man übersah, dass beide nur zyklische Aspekte der einen, kontrahierenden Kraft sind. Die Gravitation ist das Minimum der starken Kernkraft, zu der sie in einem universellen Zyklus anwächst und die starke Kernkraft in Nukleonen ist die „Erinnerung“ dieses Universums an das Gravitationspotential des vorhergegangenen Universums. Der Unterschied zwischen der Stärke der Gravitation (= 1) und der starken Kernkraft (= 1041) ist gegeben durch die Polarität von Expansion/Kontraktion, wo jeder Pol auf sein Gegenteil wirkt. Wenn man sich die vorher beschriebene Mechanik universeller Form vor Augen führt, können Expansion und Kontraktion im Universum als eine Wellenbewegung von Generationen von Universen verstanden werden. Nach jeder Transformation (volle Ausdehnung des Universums) sind die Symmetrien perfekt, aber während einer Transformation erscheinen sie als gebrochen, solange die Wellenbewegung pulsierender Form nicht überschaut und so die Umkehrung der Identität aller Kräfte deutlich wird. Diese ist es, was den Beginn dieses Universums als ersten Schritt erscheinen lässt und eine Schöpfung aus dem Nichts vortäuscht.
Großaufnahmen einer lebenden Zelle verraten keinerlei Leben. Weil wir jedoch die Struktur überschauen können, halten wir das Gesehene nicht ebenfalls für tote, zufällige Körper. Der Materialismus macht aber auch aus dem Körper eine Maschine, aus dem Herz eine Pumpe, aus Gefühlen chemische Prozesse und der Mensch ist ein weiterer Zufall. Wie dieser Zufall den universellen Zufall zu erfragen und zu erkennen vermag, daran scheitert die materialistische Logik. Ein Indikator, ob das Universum an sich organisch oder eine leblose Maschine ist, ist die Verfügbarkeit wichtiger biologischer Elemente, welche tatsächlich gefunden werden.
Das Universum ist eine Fabrik der biologisch wichtigen Elemente und Verbindungen (H2O, K, Na, Ca und C-Verbindungen), was für eine Maschine recht ungewöhnlich ist. Würde ein Beobachter auf der Atomebene innerhalb eines solchen Wassertropfens denselben als organisch definieren? Für ihn sind die Wasser- und Kohlenstoffmoleküle kreisende Sonnensysteme oder weit entfernte Galaxien ohne Hinweis auf Leben. Genauso ergeht es dem Beobachter auf einer jeden hierarchischen Ebene und so auch dem Menschen. Eine lebende Zelle besteht zwar zu 75% aus Wasser, aber von innen betrachtet besteht sie zu über 99,99% aus Nichts – aus der Leere des Raumes. Der Mensch ist daher ebenso leer wie der für ihn so beängstigend einsame Weltraum. Die hierarchische Relativität entlarvt auch die angebliche Unvereinbarkeit der großen Hitze von Sternen mit organischem Gewebe oder wässriger Substanz. Feuer ist also im Wasser immer und von Anfang an enthalten, weil es kein Wasser ohne feurigen Mikrokosmos gibt. Es drängt sich nun die Frage auf, ob das Universum als Ganzes wirklich ein geschlossenes System ist, oder ob es Hinweise gibt, dass Objekte von außen ins Universum gelangen oder aus dem Universum verschwinden (wie die Diffusion bei lebenden Zellen). Es scheint tatsächlich so, dass ganze Galaxien via „Quantensprung“ im Universum auftauchen und die Räume füllen, die durch Ausdehnung entstehen. Dies kann nur dadurch erklärt werden, dass das Universum als offenes System (wie die Zelle) gesehen wird. Genauso kann auch das Verschwinden von Objekten aus dem Universum mittels der Biologie gesehen werden.
Das Phänomen unsichtbarer Materie ist eines der Rätsel in der Kosmologie, aber es kann durch Anwendung biologischer Gesetzmäßigkeiten einer Zelle gelöst werden. Der Austausch von Materie zwischen innen und außen ist eines der wesentlichsten Kriterien eines jeden organischen Systems, also auch für das Universum. Es wäre auch sehr merkwürdig, wenn die Natur beim Universum eine Ausnahme machen würde, wo es doch nirgends in der Natur ein geschlossenes System gibt. Eine weitere wesentliche Frage ist, wie Galaxien miteinander in chemische Verbindung treten. Wenn man bedenkt, dass Galaxien dazu neigen, sich zu lokalen Gruppen zusammenzufinden und dies durch undifferenzierte Gravitation nicht erklärbar ist, kommt man nicht umhin anzunehmen, dass Galaxien ähnliche Strukturen formen wie Moleküle. Wenn auch die hierarchisch entferntenTeile des Universums als „tot“ erscheinen, ist in Wahrheit der ganze Kosmos eine lebendige Einheit, dessen Teile in einer lebendigen Verbindung zueinander stehen.
Deshalb lässt sich z.B. der Saft der King Coconut für menschliches Blut ersetzen, deshalb erinnert das Sonnensystem an das Atom und deshalb spiegelt sich der Makrokosmos im Mikrokosmos. Oder allgemein formuliert: Dieses Universum ist so komplex und kreativ, dass es Leben hervorbringt. Ein System kann aber nie weniger komplex, kreativ und lebendig sein, als irgendeines seiner Teile.
Jetzt wird es Zeit, den Begriff „Gott“ näher zu betrachten. Die bislang vorgenommene scharfe Trennung zwischen Schöpfer und Schöpfung führt zu logischen Widersprüchen und absurden Ergebnissen, so dass sie nicht aufrecht erhalten werden kann. All diese „Trennungsmodelle“ führen dazu, dass der Schöpfer seiner Definition als Gott entrissen wird und die Schöpfung als spielerische Laune entwertet.
Das organische Universum allerdings kann diese paradoxen Probleme lösen, ohne in Widerspruch mit irgendeinem Gesetz, mit der Logik oder der Empirik zu kommen. Der „Schöpfer“ einer jeden Form ist ihr geistiger Keim, aber diese geistige biologische Form ist keineswegs außerhalb der Physik, sondern besteht aus quantenmechanischen Prozessen und chemischen Verbindungen, ist also eine physisch, chemisch und biologisch erfassbare Realität je nach Blickwinkel des Beobachters. Die physische Welt ist eine Folge der Vorstellung des Willens der menschlichen Form, wie auch der Apfelbaum sich ja aufgrund des „Willens“ seines Samens entwickelt. Wenn ein Apfelsame gerade beginnt, sich aus Nichts zu entwickeln, findet man noch keine Bäume in ihm. Dennoch ist die Erfahrung unserer Sinne nicht nur eine Folge unserer Projektion, der Beobachter ist daher nicht nur Täter, sondern auch Opfer seiner Beobachtung. Form bewegt sich durch Licht und Klang fort, wobei das menschliche Bewusstsein die Projektionsebene darstellt und zwar wegen des andauernden Einflusses der vorhergehenden Form auf ihren genetischen Keim, wie Sheldrake in seinen morphogenetischen Feldern beschreibt. Von daher gewinnt der Gedanke, die Menschen seien die Kinder Gottes, eine zwingende logische, biogenetische Bedeutung. Neben vielen anderen Kulturen und Denkern war es Aristoteles, der in seinem Weltbild das Universum als lebenden Organismus beschrieb, der wie ein Embryo sich auf ein definitives Ziel zu entwickelt. Dieses Ziel könnte sein, dass sich das „kollektive Unbewusste“ (C.G. Jung) des Menschen zum „kollektiven Bewussten“ hin entwickelt, welches die Menschheit am Ende aller Evolution zu einer einzigen Wesenheit göttlicher Natur zusammenfasst. Gott wird dadurch zum Menschen und der Mensch wird zu Gott. Das Universum hat einen Anbeginn, aber die menschliche Form ist ewig. Der Embryo im vorher erwähnten Sinn bildet eine Einheit mit der Mutter, ist ihr Fleisch, ihr Blut, ihre Emotionen, ihre Liebe und, indem er ihre Verbindungen bewusst erinnert, wird die Trennung des Innen vom Außen überwunden und seine Entwicklung gefördert. So besteht auch kein wirklicher Gegensatz zwischen freiem Willen und Vorherbestimmung. Ein jedes Kind wählt seine Eltern und Umweltbedingungen aus der Vielzahl der Möglichkeiten selbst aus, so dass die Vorbedingungen seiner Welt aus dem Meer der Möglichkeiten genetisch zwar festgelegt, aber doch durch freie Wahl ausgesucht und vor allem durch freien Willen selbst programmiert werden. So ist es dem einzelnen Menschen wie auch einer Zelle jederzeit möglich, sich durch Abtrennung vom Potential des Programms seiner optimalen Entwicklung und Bestimmung zu entziehen oder, umgekehrt, die Verbindung zur Mutter und seinem evolutivem Ziel so bewusst herzustellen, dass er die Einheit erfahren kann, die ihn seine göttliche Natur finden lässt und so jede Trennung überwindet. Diese Willensfreiheit haben all jene ausgeübt, die dann richtungsweisend für den ganzen Embryo, also die gesamte Menschheit, den Weg und die Wahrheit aufzeigen konnten, wie Christus oder Buddha. Obgleich der Mensch im Meer der Möglichkeiten viele scheinbare Irrwege beschreitet und im Dunkeln tastet, so brennt doch immer das Licht seiner Intuition und göttlichen Orientierung, das ihn sicher zu seiner Bestimmung geleitet. Sobald der Mensch aus seiner Opferrolle heraus und in die Rolle des Schöpfers hineinwächst, braucht Gott nicht mehr als „Würfelspieler“ (Einstein) gesehen werden und die Menschheit wird die Welt in ihrem Ebenbild weiterhin erschaffen, bis der ganze Mensch entstanden ist und als Gott geboren werden kann.
Das „Innerhalb“ des Universums bedingt auch ein „Außerhalb“. Von da aus gesehen ist dieses wieder Teil eines umfassenderen Organismus‘. Dieser umfassende Organismus erklärt das Universum kausal und widerspruchsfrei. Dies kann nur in Form einer kosmischen Mutter geschehen, in der das universelle Ei eingebettet ist. Die Verbundenheit des Menschen mit der kosmischen Mutter ist nun keineswegs nur physisch oder gar mystisch aufzufassen. Die energetische Realität der einbettenden Mutter geht über die klassischen, linearen Naturgesetze weit hinaus, denn sie ist das übergeordnete „morphogenetische“ Feld, zu dem der Mensch direkten Kontakt aufzunehmen vermag und das alle Gesetze begründet. Eine Möglichkeit dazu sind Gebet oder Meditation. Die zahlreichen Beispiele von Marienerscheinungen, insbesondere in Lourdes oder Fatima zeigen, wie ein sichtbares Feld der Mutter durch konzentriertes Gebet materialisiert und eine frauliche Gestalt erscheint. Wenn man Sheldrakes morphogenetisches Feld auf die Mutter anwendet, erstaunt es nicht, dass ein derartiges umhüllendes Feld für seinen Keim erkennbar sein kann und sogar eine Interaktion ermöglicht zwischen Teil und genetischem Ganzen. Es geht um die Verbindung zwischen Innen und Außen. Die Re-ligio (=Wiederverbindung) hat zum Ziel, die Abtrennung des Menschen von Gott, die Abtrennung der Menschen voneinander und Abtrennung des Menschen von der Mutter Erde zu überwinden. Re-ligio ist alles, was es zu tun gibt. Momentan ist unser Außen meist als „Nichts“ definiert und nach innen zu schauen haben die meisten noch nicht gelernt. Daher ist Gott unsichtbar. Vor diesem Hintergrund entdecken wir leicht ein bisher ignoriertes Naturgesetz, das aber gleichberechtigt neben den Gesetzen der Form und des Lichtes steht und dieses Naturgesetz ist – die Liebe. Die Bedeutung der Liebe als Faktor humanoider Entwicklung ist fundamental.
Die Verbindung zur Mutter wieder herzustellen ist fraglos eine Aufgabe, welche auch die moderne westliche Frau zu lösen hat, auch in einer patriarchalisch dominierten Welt. Die vermeintliche Macht der Männer ist vergleichsweise klein gegenüber der Macht einer Mutter, ihre Kinder, also auch die Männer, zur Gewaltlosigkeit und nicht zu Egoismus zu erziehen. Alle mächtigen Männer dieser Welt waren Kinder einer Mutter. Die Mütter dieser Welt müssen die Weltschöpfung wieder mit ihrem Bauch lenken lernen und aus sich heraus das Frau- und Muttersein stärken und heilig halten. Für den einzelnen Menschen wie auch für die tiefsten Fragen unserer Wissenschaft ist die Mutter der Anfang und das Ende. Das Zentrum des Menschen und des Kosmos ist die Nabelschnur zur Mutter, der Quelle aller Energie in diesem Universum, das nicht in leerem Raum, sondern in ihrem warmen Bauch und in ihrer Liebe sich zu Gott entwickelt.
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