Jules Muheim, ehemals Physiker an der ETH in Zürich, hat am Funkenmassenplasma Gesetzmässigkeiten gefunden, die ihn zu bemerkenswerten Entdeckungen führten . Seit 1980 wendete er die Gesetzmässigkeiten verallgemeinert an und hat daraus seine Wechsel - wirkungskosmologie entwickelt – eine Beschreibung des Universums, die dieses als universale Gross-Gedankenfom sieht und zu deren Beschreibung diese Theorie geeignet ist. Unter Kosmologie versteht Muheim eine umfassende quantenphysikalische Theorie, die sich zu allen Seinsschichten der bekannten Schöpfung einschliesslich des Menschen numerisch exakt äussern kann.
Wesentlicher Bestandteil seiner Theorie sind die Kopplungen. Darunter versteht er dimensionslose Zahlengrössen, die physikalische Felder charakterisieren, wobei jede Kopplung eine Unzahl von Bedingungen erfüllt. Zu jeder Kopplung existiert eine Inverskopplung, ein Zusammenhang zwischen Welt und Antiwelt. In der traditionellen Wissenschaft werden die Bereiche getrennt und in den separaten Fächern Physik, Chemie, Biologie, Medizin, und anderen studiert. Die Wirklichkeit besteht nach Muheim aber nicht aus solchen getrennten Bereichen, sondern dazwischen existieren unendlich viele Zwischenstufen. Alle diese Bereiche hängen mit der Folge zusammen, daß jeder Mensch mit seinen Handlungen und Gedanken das Universum grundsätzlich und immer aktiv mitformt. Nichts geschieht umsonst, nichts geht verloren, nicht einmal ein Elementarprozess. Hier sieht Muheim einen engen Zusammenhang mit der Akasha-Chronik, einem Informationsfundus des gesamten Universums, aus dem sich insbesondere sensitive Menschen bedienen können. Demzufolge gibt es auch keine freie Energie, sondern nur verantwortete Energie.
Genau hier zeigt sich eine Möglichkeit zum Brückenschlag von der Naturwissenschaft und Technologie zur Spiritualität, denn mit dem Gebrauch solcher Energien der Gedanken werden sofort Aussenwirkungen erzeugt.
Die physikalischen Gesetze entsprechen nicht den Naturgesetzen, so sagt Muheim, sondern stellen lediglich das dar, was wir mit unserem Wahrnehmungsvermögen bruchstückhaft vom Naturgesetz erfasst und interpretiert haben. Er spricht konsequenterweise auch nicht von den Naturgesetzen, sondern von dem Naturgesetz, unendlich komplex, von unserer Realität im allgemeinen. Die im Naturgesetz erfahrbare Wirklichkeit ist nicht ein Algorithmus zur Beschreibung und Beherrschung der Natur, sondern ist Gleichnis und Anleitung zu einem höheren Zweck. Für jedes System gibt es unendlich viele Kopplungen. Um ein System beschreiben zu können, müssen die sogenannten Rahmenkopplungen bekannt sein. Die Physik sei überall dieselbe, ob es sich um das Wachstum eines Embryos oder um die Entwicklung einer Galaxie handelt - nur die Wechselwirkungen seien verschieden. Entsprechend müssen alle physikalischen Gesetze verallgemeinert werden. Daraus entsteht eine Wechselwirkungskosmologie, eine physikalisch-formalistische Beschreibung dafür, daß im Kosmos nichts existiert, was nicht in irgendeiner Form alles andere beeinflusst und von allem anderen beeinflusst wird.
Muheim hat aus seiner Theorie die Werte für die bekannten Naturkonstanten abgeleitet, aus denen sich ein Zugang zur Feldstruktur der Schöpfung ergibt, findet aber auch neue Konstanten, die in der Physik so gut wie nicht bekannt sind, zumindest was ihre Bedeutung anbelangt. Hingegen finden sie sich bei Jakob Lorber, in der hinduistischen Kosmologie und in anderen Quellen. Das Psychefeld als eine universelle Struktur liegt dem gesamten Kosmos sozusagen als Bauplan und Bedienungsanleitung zugrunde. Anders ausgedrückt handelt es sich um das Gedankengerüst, das dem Universum als Ganzem, dem Teiluniversum Mensch und schliesslich jeder beliebigen Gedankenstruktur zugrunde liegt. Dieses Psychefeld ist und bleibt für den geschaffenen Geist nicht fassbar. Fassbar ist nur das ihm zugrundeliegende Naturgesetz. Dieses Feld lebt bis in die letzten Verästelungen hinein - es gibt in ihm grundsätzlich nichts Totes.
In einem Gespräch sagte mir Jules Muheim, das Naturgesetz sei unendlich komplex und es fehle uns das Verständnis, es vollständig zu erfassen. Auch die Darstellung mit den Mitteln der Mathematik sei nur bedingt möglich und man könne deshalb immer nur das beschreiben, was wir aus unserer untergeordneten Sicht vom Naturgesetz wahrnehmen und begreifen. In der Verallgemeinerung müsse man den Kosmos als ein unendlich vernetztes Psychefeld verstehen, dessen Ausdrucksformen unvorstellbar vielfältig sind. Die materielle Welt und ihre Antiwelt seien nur eine mögliche dieser Ausprägungen. Daß unsere Vorstellung eines drei- oder allenfalls vierdimensionalen Kosmos überholt und längst nicht mehr haltbar ist, haben viele schon begriffen - nur in der Schulwissenschaft wollte man davon bisher nichts hören.
Jules Muheim ist Ende der 90er Jahre gestorben. Er keine keine Publikationen hinterlassen, jedoch habe ich einige seiner Skizzen und Manuskripte in Händen. Ich glaube, er war einer jener Menschen, die ihrer Zeit weit voraus waren und sind, unverstanden von der Gesellschaft und deshalb oft einsam. Es ist sehr bedauerlich, daß solche Menschen nicht mehr Gehör finden oder gefunden haben.
Dieter Schall


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