Das Auto – in seiner heutigen Form hinsichtlich Perfektion, Leistung, Sicherheit, Funktionalität und soziologischer Funktion eine sehr bedeutende Erfindung und Entwicklung.
Entstanden in einer Zeit des Sturms und Drangs der Forschung und Technik, geprägt von dem Willen, das Pferd zu ersetzen, es kleiner und unabhängiger werden zu lassen, ist es eines der großen Prägemerkmale der Menschheit geworden – das Auto ist allüberall und allgegenwärtig.
Die durch die Schöpfung und Evolution entstandenen lebendigen Formen sind allesamt von einer ganz besonderen Eigenschaft gezeichnet – der Verbrauch an Energie ist auf das allernotwendigste begrenzt und alle aufgenomme Energie wird im Laufe der Existenz an die Natur durch Umwandlung zurückgegeben. Wir haben es mit einem perfekten Kreislauf der Energie zu tun.
Meine These: In der Natur gilt ... Aufgenommene Energie/Zurückgegebener Energie = 1
Messen wir das Auto an dieser Maxime, dann haben wir mit diesem Gerät wie auch mit den meisten anderen Aggregaten vollkommen versagt. Nehmen Sie einmal Ihr Auto, fahren damit ein paar Kilometer zum Supermarkt und zurück und wir stellen die folgenden Fragen:
- Wieviel Masse wurde bewegt, um die Nahrung und das Lebensnotwendige zu beschaffen?
- Wieviel Brennstoff wurde dabei verbraucht?
- Wieviel Rohstoffe wurden benötigt, um das Auto herzustellen?
- Wieviel Energie wurde benötigt, um die Fabriken zu bauen und zu betreiben?
- Wie viele Menschen bewegen sich, um das Auto aus den Rohstoffen entstehen zu lassen?
- Wieviel Leid ist auf dem Lebensweg dieses Autos entstanden?
- Wieviel nicht zurückgegebene Energie hinterlässt das Auto?
- Wieviel Platz benötigt das Auto, wie viele Straßen, Parkplätze und Garagen werden benötigt?
- Wieviel Geld muss durch Arbeit verdient werden, um das Auto zu ermöglichen?
- Wieviel Aufwand muss betrieben werden, um die Spuren wieder zu tilgen?
In welchem Verhältnis steht der getriebene Aufwand zum gewonnenen Vorteil? Niemand hat das bisher ausgerechnet, aber ich möchte jede Wette eingehen, dass wir mit dem Energie-Wirkungsgrad des Autos – das Verhältnis von Energieaufwand zu Energieausbeute – katastrophal weit abgeschlagen sind – unvertretbar im Sinne der verlangten Rückgabe der Energie in den Kreislauf von Werden und Vergehen.
Können wir das vertreten und gutheißen? Nein, wer ehrlich ist – nein, nein, nein!
. . . weil die große Zahl der Autos mit all den damit einhergehenden Begleiterscheinungen gemeinsam mit einigen anderen Verrücktheiten der Menschheit den Planeten in den Ruin treibt.
Wird der Planet das aushalten? Nein, das wird er nicht – aber er wird es überleben – die Menschheit nicht. Das sagte schon der Physiker Hoimar von Dietfurth in den Sechzigern und pflanzte demonstrativ ein Bäumchen.
Mit dem Auto haben wir eine nicht rückgängig zu machende Entwicklung in Gang gesetzt – oder glauben Sie, man könnte aus reiner Vernunft alle dazu bringen, auf das Auto zu verzichten, die Straßen und Brücken abzubauen?
Ich glaube, es führt kein Weg dahin. Und dennoch – die Zukunft der Menschheit kann nur gelingen, wenn genau dies geschehen könnte. Ansonsten werden wir am Auto eingehen – ökonomisch, ökologisch und gesundheitlich. Der Bewegungsmangel macht faul, krank und er degeneriert den Bewegungsapparat. Lasst uns gemeinsam überlegen, wie ein modernes Nah- und Fernverkehrssystem aussehen müsste, das den Anforderungen entspricht.

Wir unterstützen öffentliche
Vorführungen des Dokumentar-
films THRIVE, der die wirklichen
Ursachen aufzeigt, warum unsere
Welt nicht gedeihen kann.







