Umdenken lernen – Ein neues Bewusstsein
Maurice Forgeng Topics - Spiritualität Friday, 22 April 2011 14:05 | Print |  E-mail
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Umdenken1Immer deutlicher erfährt man, dass unser bisheriges System und Leben nicht mehr so recht funktioniert. Die Probleme scheinen fast täglich größer zu werden – wahre Lösungen findet man in diesem Weltenchaos kaum oder gar nicht. Oftmals wird auch von einem dringend notwendigen Umdenken gesprochen, da die Probleme der heutigen Zeit natürlich von unserer Art zu denken genährt werden. Dies ist immer die Ursache. Doch wie genau kann man sich das vorstellen, dieses Umdenken? Wie sollen wir unsere Gedanken ändern, worauf sollen wir uns ausrichten?

Mit diesem Artikel will ich einige leicht nachzuvollziehende Erklärungen anbieten, welche man sofort in seinem Bewusstsein umsetzen kann.

Zunächst ist es hilfreich sich klar zu machen, dass die Menschheit aus etwa 7 Milliarden Individuen besteht. Wir alle leben auf einem Planeten und wollen uns hier irgendwie ausleben und zurechtfinden. Dabei kann man die Erde auch als Haus, unser Zuhause, betrachten. Demnach wären wir alle eine große Familie, die miteinander lebt. Dies ist auch schon der entscheidende Punkt – es muss ein Miteinander stattfinden, wenn in diesem Haus in Harmonie gelebt werden will. Momentan leben einige Mitglieder unsere Familie allerdings im Gegeneinander, weswegen es noch Streitereien und Konflikte gibt. Schon Kindern wird früh beigebracht, dass man sich respektieren und Uneinigkeiten ausdiskutieren soll, anstatt sich zu bekämpfen. Dieser Satz gilt im Großen, aber auch – und das wird leicht übersehen - im Kleinen.

Ein weiteres Bild, wie man zu einem effektiveren Umdenken gelangt, ist der Vergleich, dass die Menschheit als EIN Mensch betrachtet werden kann. Dabei wäre jeder einzelne Mensch eine Körperzelle des gesamten Menschen. Damit nun dieser eine Mensch gesund und möglichst lange lebt (= Ziel), hat jede einzelne Zelle die Aufgabe mit der ihm zugeteilten Eigenschaft sein Bestmöglichstes zu tun, um das Ziel zu erreichen. Dies kommt natürlich auch der einzelnen Zelle zugute, da sie selbst nur optimal leben kann, wenn es dem einen Menschen gut geht. Was passiert wohl, wenn eine Körperzelle unseres Körpers dieses Ziel nicht mehr verfolgt, sondern nur noch auf ihre eigenen Vorteile fixiert ist? Meines Wissens entsteht dann so etwas wie Krebs oder eine andere Krankheit. Es kann also keine Zelle als isoliert betrachtet werden. Jede ist ein Teil des Ganzen. Jede Einheit beeinflusst das Gesamtbefinden des einen Menschen – entweder negativ oder positiv.

Auch in der Quantenphysik hat man schon diese Erkenntnis gemacht. Demnach ist jedes Teilchen mit jedem anderen Teilchen verbunden oder verschränkt, da sich alles beim Urknall in der Singularität, also an einem Punkt, befunden hat, bevor die Materie expandiert ist. Seitdem hängt immer noch alles mit allem zusammen. Unser Raum ist daher nur ein Konstrukt, der uns die Illusion vermittelt, voneinander getrennt zu sein. 

Hiermit soll nichts anderes gesagt werden, als das, was viele als ‚Erleuchtung’ erleben – die verinnerlichte Erkenntnis, dass wir in der Tat alle EINS sind. Wenn wir uns dieser Tatsache vollkommen bewusst sind, fangen wir automatisch an, anders zu denken und zu handeln. Denn demnach würden wir, sobald wir jemand anderem etwas Unrechtes antun oder Leid zufügen, dies eben gleichzeitig uns selbst antun – das ist unsinnig. Stattdessen würden wir unseren Mitmenschen in Respekt, Liebe, Toleranz und Ehrlichkeit begegnen. Wir leben also aus dem Herzen heraus. Denn je mehr wir mit dem Herzen ’denken’, desto intelligenter werden wir.

Doch nicht nur mit unseren Mitmenschen sind wir verbunden, auch mit den Tieren, den Pflanzen, der Erde und dem Kosmos sind wir EINS.

Wir müssen uns stets im Klaren darüber sein, wem unser Denken und Handeln dient. Sind wir nur auf eigensinnige Ziele, eventuell noch auf Kosten anderer, fokussiert, sollten wir uns der längerfristigen Folgen für die gesamte Menschheit, die Umwelt und schließlich auch uns selbst bewusst werden. Jeder trägt zum Ganzen bei. Die Summe macht den Unterschied. Würden wir allerdings auf das Wohl der Menschheit und der Natur ausgerichtet sein, leisten wir schon einen aktiven Beitrag zum Guten. Wenn wir wieder Spaß daran haben, anderen weiter zu helfen oder einfach nur für andere da zu sein, leben wir in wahrem Frieden.

Dies ist das Umdenken, mit dem wir endlich anfangen können, unsere Probleme wirklich zu beheben und Konflikte der Gegenwart und Vergangenheit hinter uns zu lassen. Nur so können wir als EINE Menschheit noch die Kurve bekommen, um irgendwann doch noch in weltweitem Frieden und Harmonie miteinander zu leben.

(Bildquelle)

Maurice Forgeng