Wir sehen uns in der Gesellschaft tagtäglich konfrontiert mit Dingen, Situationen, Herausforderungen und Menschen, welche uns nicht nur positiv stimmen. Vieles lehnen wir aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit ab. Oft fühlen wir uns damit vielleicht kurzfristig gut, jedoch hinterlassen diese Verurteilungen im Allgemeinen ein eher schlechtes Wohlbefinden und drücken unsere Zufriedenheit. Dies sind alles Verhaltensweisen, welche den alten Mustern unseres trennenden Egos entspricht. Doch wie kann man diese Muster überwinden?
Es gibt eine Möglichkeit: die Erkenntnis, dass alles um uns herum im Außen mit uns selbst zu tun hat. Sobald wir das erkannt haben, können wir mit einer anderen Perspektive auf unsere Lebenssituationen blicken. Es ist ein herauszoomen in die Totale, aus der wir mehr Zusammenhänge erkennen können. Wir treten heraus aus der urteilenden, ernsten und bewertenden Rolle, die wir so oft und so lange gespielt haben und erleben, wie wir immer mehr die Situation erst einmal beobachten. Dabei stellen wir uns die Frage, was einem diese Situation sagen will, was wir daraus lernen können. Dann gilt es natürlich auch, an der Situation zu wachsen, indem man diese meistert und zur Lösung führt. Das muss nicht beim ersten Mal funktionieren. Negative Situationen werden wir gerade so oft erleben, wie sie nützlich für uns sind. Sobald wir daran gereift sind und sie gemeistert haben, werden sie nicht mehr auftreten oder wir meistern sie eben wieder.
Zudem hilft die Erkenntnis, dass alles, so wie es ist, absolut richtig ist.
Vieles, was uns anfangs als negativ erscheint, ziehen wir auch unbewusst in unser Leben. Im Nachhinein erkennen wir oft, dass die Situation doch gut war. Man kann sagen, dass hier unser Unterbewusstsein unser Bewusstsein schult, indem es ihm Stück für Stück die richtigen Aufgaben gibt, die zwar nicht zu groß sind, an denen es aber zügig wachsen kann.
Die Situationen treten auch deswegen auf, weil sie gerade von uns angenommen werden wollen. Im weiteren Sinne sind wir schließlich mit allem und mit jedem eins. Lehnen wir daher die Dinge ab, so lehnen wir auch einen Teil von uns selbst ab. Vielleicht entstehen manche oder gar alle unsere Krankheiten durch die Nicht-Annahme mancher Dinge im Außen, wenn wir davon ausgehen, dass unser menschlicher Körper ein kleineres Abbild unserer individuellen Umwelt darstellt. Schließlich leben wir in einer fraktalen Welt. Ebenso gilt hierbei das Gesetz der Entsprechung – wie im Großen, so im Kleinen.
Sobald wir uns also darin üben, alle Dinge so anzunehmen wie sie sind, werden wir auch eine Erleichterung erfahren, da gleichzeitig eine Menge Druck von uns abfällt – ein Erwartungsdruck, wonach die Dinge so sein sollten, wie wir es aus unserer begrenzten Wahrnehmung heraus erwarten und für richtig halten. Doch leider können wir von unserer jetzigen Perspektive nur selten sicher sagen, was richtig und was falsch ist, da wir eben vieles noch nicht wahrnehmen können.
Im Zusammenhang mit den Menschen in unserem Umfeld heißt das nun nicht, dass wir mit jedem gut Freund sein müssen. Auch weiterhin wird es Leute geben, wo die Chemie nicht ganz stimmt. Daher reicht es schon, wenn man den anderen dann einfach so sein lässt, wie er ist.
Wir haben stets die Wahl, wie wir uns verhalten und auf unsere Lebenssituationen reagieren. Doch sollten wir uns bewusst machen, dass die Nicht-Annahme auf jeden Fall energieraubender ist, als die Annahme der Dinge.
Maurice Forgeng

Wir unterstützen öffentliche
Vorführungen des Dokumentar-
films THRIVE, der die wirklichen
Ursachen aufzeigt, warum unsere
Welt nicht gedeihen kann.







